Area Parco Brentella, Padua

Internationaler Workshop September 2017

im Palazzo della Gran Guardia, Padua

Mitarbeiter:
Maria Vittoria Monaco
Philipp Hell
Michael Morstadt
Tobias Zepter

Ausstellung der Projekte 
vom 23. September bis 31. Oktober am selben Ort

Leitung: 
Architettura Associazione Culturale

weitere Teilnehmer:
Gianni Bragheri
Klaus Theo Brenner
Franco Purini und Laura Thermes
Carlo Terpolilli



Die Via Chiesa Nuova nach Vicenza und die Via Sorio, im weiteren Verlauf Via dei Colli, zu den Euganeischen Hügeln sind die beiden wesentlichen Ausfallstraßen von Padua nach Westen. Die Straße nach Vicenza führt leicht nach Norden, die zu den Hügeln leicht nach Süden.

Die Via Tadi jedoch, bald Via S Prosdocimo und dann Via Palestro genannt, führt aus dem Herzen der Stadt direkt nach Westen. Schnurgerade durchschneidet sie die alten Befestigungen, sanft verändert sich der Charakter der Bebauung von städtisch zu vorstädtisch und dann endet abrupt alles an den Gleisen der Bahn und dahinter liegt die vierspurige Nord-Süd Tangentiale.

Westlicherseits dieses Hindernisses geht es aber weiter nach Westen. Und weil die Barriere aus Infrastruktur zur Innenstadt hin unüberwindlich ist geht es durch die beeindruckenden Reste der Agrarlandschaft. Ein großer Himmel nahe der Stadt.

Natürlich hat die Stadt das bereits gemerkt und von Norden und Süden schleicht herein was anderswo keinen Platz gefunden hat. Sportplätze , kleine Häuser mit Garten, Schulerweiterungen, Mietshäuser, Schwimmbäder, die alltägliche städtische Entropie.

Aber bisher bleibt die Weite der Ebene mit ihren Höfen und Weilern dominant, eine Landschaft in der Stadt.

Diese Spannung, das unvermittelte Nebeneinander, ist eine große Qualität.

Die Qualität ist bereits da, aber sie ist nicht leicht zu nutzen und die Art wie sie genutzt wird gefährdet sie auch.

Wir schlagen vor die Qualität zu nutzen und zu bewahren.

Eine Achse reicht vom Kanal im Westen des Landschaftsparks bis zum Dom.

Sie kann die Stadt und die Landschaft zusammenspannen wenn die richtigen

architektonische Elemente diese Achse stärken und für die Stadt wirksam machen.

- Die Brücke -

Wir schlagen vor die Bahngleise und die SR 47 mit einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer zu überwinden.

Die Brücke wird die Via Palestro mit der Via Pelosa verbinden. Der Kanal ganz im Westen des Gebietes liegt nicht einmal 4km vom Dom im Herzen der Stadt entfernt.

Die Brücke verbindet die Dichte der Stadt mit der Weite der Landschaft. Die Naherholungsfunktion des Gebietes wird nutzbar und sie wird ohne Auto nutzbar.

- Die Kolonnade -

Eine einfach konstruierte Kolonnade stärkt die Achse im offenen Landschaftspark.

Die Achse muss sich gegenüber der Weite der Landschaft behaupten.

Ihre Länge von 850m gliedert den Raum und verortet die neue Bebauung.

- Der Platz -

Am Ende der Achse steht eine schöne alte Scheune. In Verbindung mit der Kolonnade kann die Scheune die Keimzelle eines Platzes werden.

Der Ort wo man ankommt und neu aufbricht.

- Der Weg -

Die Achse braucht die Wege als Gegenstück. Die Wege mäandern und suchen die einzelnen Orte hier. Die Achse spannt zusammen. Die Achse ist abstrakt und der Weg ist konkret.

Die Wege verbinden die Felder und die Höfe. Die Via Guido Fondelli ist bereits vom Weg zur Straße geworden, mäandert zwischen den Feldern hindurch und verbindet die Höfe.

Sie begrenzt das Baufeld im Süden.

- Häuser auf dem Feld -

Entlang der Achse, im Süden begrenzt von den mäandernden Linien der Wege, stehen Grundstücke für den Bau von Wohnungen bereit.

Sie stärken die Gegenwart der Achse gegenüber der Landschaft.

Es sollten Häuser im Maßstab der landwirtschaftlichen Bebauung sein, nicht höher als die Bäume, ein- bis zweigeschossig, vereinzelt auch dreigeschossig und ein Dach.

Insgesamt ist hier Platz für ungefähr 500 Wohnungen

Zwischen den Baufeldern wird der Blick vom Weg zur Achse und durch sie hindurch immer wieder freigegeben.

- Die Türme –

Ganz im Westen, entlang des Kanals, erstreckt sich ein weiteres Baufeld nach Süden.

Hier bilden die Häuser den Rahmen des Landschaftsparks. Ihr Maßstab ist das Feld und die Achse. Neun Geschosse sind hier nicht zuviel.

Weithin sichtbar sind die Türme in zweites Element, das den Park und die Stadt verbindet und den Raum konturiert und lesbar macht. In den Türmen können weitere 500 Wohnungen untergebracht werden.

Es ist nicht viel nötig um einen Landschaftspark für Padua zu erhalten.

Das meiste ist bereits da, einige Grenzen müssen überwunden werden und einige Grenzen sollten erhalten bleiben.

Area Parco Brentella, Padua

Internationaler Workshop September 2017

im Palazzo della Gran Guardia, Padua

Mitarbeiter:
Maria Vittoria Monaco
Philipp Hell
Michael Morstadt
Tobias Zepter

Ausstellung der Projekte 
vom 23. September bis 31. Oktober am selben Ort

Leitung: 
Architettura Associazione Culturale

weitere Teilnehmer:
Gianni Bragheri
Klaus Theo Brenner
Franco Purini und Laura Thermes
Carlo Terpolilli